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Astronomisch
Im ptolemäischen, geozentrischen System (Erde als Zentrum) ein normaler Planet mit sehr wenigen Schleifenbildungen, so daß die Mondbahn zunächst einmal einfach wirkt. Die vierwöchentlichen Gestalten und Lichtbildungen des Mondes, deren Rhythmus seit Anbeginn der Himmelsforschung zu den Grundlagen des Kalenders gehörte und nach dem sich unser Monat richtet, sind abhängig von der jeweiligen Stellung zur Sonne.
Im heliozentrischen System (Sonne als Zentrum), das die heutige Astronomie benutzt, ist der Mond kein Planet, sondern eben ein Mond, d.h. ein Trabant oder Satellit eines Planeten. Als Himmelskörper steht er der Erde am nächsten und übt eine sehr große Massenanziehung auf sie aus, die Ebbe und Flut verursacht. Das Fehlen von Atmosphäre bewirkt auf der Mondoberfläche einen Temperaturunterschied von bis zu 280 Grad zwischen Tag und Nacht. Nach innen, zum Kern hin, nimmt die Temperatur rapide (1 Grad pro 60 Zentimeter) zu, so daß auf teilweise radioaktives Material geschlossen wird; eine Ionensphäre existiert.
Die Beschaffenheit der Oberfläche ist geprägt von endogenen, thermischen Abläufen vulkanischer und magmatischer Art, aber auch exogener Prozesse wie Meteoritenkrater. Chemische Untersuchungen von Mondgestein haben aufgezeigt, daß der Mond eine völlig andere Entstehungsgeschichte hat als die Erde - sein Alter wird auf 4,7 Milliarden Jahre geschätzt.
Astrologisch
Astrologisch gesehen ist der Mond als Planet. Die Hindus sind der Überzeugung, der Mond regiere Intellekt und Ratio; die abendländische Mythologie glaubt vielmehr, daß er Gemüt und Leidenschaft beherrsche sowie wesentlichen Einfluß auf den Körper und seine Gesundheit nehme.
Wie dem auch sei, der Mond gilt - anders, als sein grammatisches Geschlecht vermuten läßt - als weiblich. In vielen Mythologien wird er als solcher betrachtet und in vielen Sprachen auch grammatisch so umschrieben: die Mond. Weiterhin steht dieser Planet mit dem Element Wasser in Zusammenhang, regiert die Kindheit, die Verdauung und die Periode der Frau.
Mit Heilkunde und Zauber wurde der Mond schon immer in Verbindung gebracht; neben der Sonne ist er auch das mythenträchtigste aller Gestirne. Auch Liebe und Triebe wurden und werden immer mal wieder im Zusammenhang mit dem Mond genannt, aber auch Phantasie und Rausch. Was noch alles in seinem Zusammenhang gesagt und geschrieben wird, kann der Leser dieser Zeilen am besten daran ersehen, wenn er für eine Minute die Augen schließt und sich zu erinnern versucht, was er in seinem Leben schon alles über den Vollmond und seine Wirkung gehört hat.
(Unter anderem ist das deutsche Wort "Laune" von Luna = Mond abgeleitet. Das englische Wort "lunatic" = Irrer, Wahnsinniger trägt das Wort Luna ja augenscheinlich in sich).
In der astrologischen Terminologie wird der Mond oft als Licht oder auch als Hauptlicht bezeichnet. Von der Bewegung des Mondes durch den Tierkreis hängen das Höher- und Tiefersteigen, die Kulminationshöhe ab. Von Saturn und Mars abgesehen ist der Mond zu allen Planeten freundlich. Er steht in gutem Verhältnis zur Sonne, zu Jupiter, Venus und Merkur. Insgesamt beeinflußt er Essen und Trinken, Kleidung, Reisen, Nachkommenschaft, Heim und Familie. (Perlen, Kristalle und Quarze, in Silber gefaßt, gelten als Talismane des Mondes.)
Mondknoten
Die Knotenpunkte der Mondbahn, Drachenpunkte genannt aufgrund der zugrunde liegenden Vorstellung, daß Sonnen- und Mondfinsternis dadurch entstehen, daß Sonne und Mond von einem Drachen verschlungen werden; Mondknoten werden in der Astrologie als besonders verstärkend interpretiert.
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